SPD Gutach

 

Weizsäcker spricht über die Energiepolitik

Am Jahrestag vom Atomunglück vom Fukushima sprach Ernst Ulrich von Weizsäcker auf Einladung der SPD Gutach im Gasthof Löwen am Park vor zahlreichen Gästen über die Energiepolitik.

Wichtig sei der Energiemix aus Energiegewinnung, Speicherung aber auch der Energieeinsparung. So beschreibt er in seinem Buch „Faktor Fünf“ wie durch technische und politische Maßnahmen der Energieverbrauch um den Faktor 5 reduziert werden kann.

Beispiele sind u.a. die Landwirtschaft mit ihren Produkten. Die Produktion und Vermarktung muss in der Region stattfinden. In Deutschland legt einen Jogurth im Durschnitt von der Produktion bis zum Kühlschrank rund 8000 km auf der Straße zurück. Betriebswirtschaftlich rechnet sich das für große Unternehmen. Energiewirtschaftlich ist das allerdings eine Katastrophe. Eine starke Bedeutung der Direkt- und Selbstvermarktung für regionale Produkte ist hier das Ziel.

Bei der Stromgewinnung ist die goldene Zeit für die Erzeuger langsam zu Ende. Trotz aller Bedenken sieht Herr von Weizsäcker die Zukunft der erneuerbaren Energien positiv. Im Gespräch mit dem Umweltminister Gabriel sprach er davon, dass es keine Subvention des Stillstandes, sondern des Fortschrittes geben muss. So glaube er auch, dass die EEG Abgabe so kommen wird, dass die Einspeisevergütung für Windkraftanlagen wirtschaftlich rentabel sein wird. Dies würde sich für Gutach mit dem Windpark Prechtaler Schanze positiv auswirken.

Die energieintensive Industrie muss ebenfalls ihren Beitrag leisten. So sollen diese Betriebe ebenfalls die EEG-Abgabe bezahlen. Allerdings zahlt man diesen Firmen diesen Beitrag wieder zurück, nur nicht pro Kilowattstunde sondern pro Arbeitsplatz. Dieses Modell hat Schweden praktiziert und es führte sogar zur Stärkung der Industrie.

Durch die Umrüstung auf LED Beleuchtung lassen sich sogar 90 Prozent der Energie einsparen. Dieser Hinweis soll auch in der kommenden Gemeinderatssitzung besprochen werden, wo es um die Beschaffung der Straßenbeleuchtung in der Hauptstraße geht.

Auch über die allgemeine politische Lage wurde zum Schluss noch gesprochen. Weizsäcker betonte nochmals die Wichtigkeit der Agenda 2010, die Deutschland aktuell so stark macht. Andere Länder beneiden uns über den Wohlstand und die industrielle Stärke.

Die Krim-Krise sei diplomatisch lösbar wenn beide Seiten Verständnis und Bereitschaft zeigten. Ein Rückfall in die Zeiten des kalten Krieges muss verhindert werden. So lobte er auch das aktuelle Vorgehen der deutschen Regierung.

Markus Klausmann, Gerhard Wöhrle und Jens Löw von der SPD Schwarzwald-Baar bedankten sich nach einer Fragerunde mit einem kleinen Präsent bei Ernst Ulrich von Weizsäcker für sein Kommen und das er in seinem vollen Terminplan Platz für die Veranstaltung in Gutach fand.

 

Bild: Klausmann

 

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