SPD Gutach

 

Bildungsaufbruch in Gutach diskutiert

Sabine Wölfle, MdL am 1.2.2013 in Gutach

Für mehr Chancengleichheit in Baden-Württemberg Bildungspolitikerin Sabine Wölfle (SPD) informierte über die Schwerpunkte der Bildungspolitik im Land
Zu einer gut besuchten Veranstaltung konnte der SPD-Vorsitzende Markus Klausmann die Landtagsabgeordnete Sabine Wölfle aus Emmendingen gewinnen. Neben den Gästen und Parteifreunden konnte auch der Bundestagskandidat Jens Löw sowie Bürgermeister Siegfried Eckert begrüßt werden. Sie alle erlebten einen interessanten und informativen Abend zum Thema „Bildung und die Auswirkung auf den ländlichen Raum“.
Mit dem Kommentar von Nils Schmid aus dem Jahr 2011 „Wenn das ein solider Haushalt ist, dann sind Kässpätzle ein Diätgericht!“ umschrieb Sabine Wölfle die finanzielle Lage des Landes. Wir wollen die Bildung weiterentwickeln und müssen doch sparen um die Deckungslücke von knapp 3 Milliarden Euro zu verringern! So wurde vom Rechnungshof z.B. gefordert, bis zum Jahr 2020 insgesamt 14 000 Lehrerstellen zu streichen. Hier ging die Regierung in Folge des demografischen Wandels den Kompromiss ein „nur“ 11 600 Stellen zu streichen.
Unser Schulsystem im Land ist nicht schlecht aber wir müssen es weiterentwickeln, meint Sabine Wölfle. Viele Kinder müssen Nachhilfe nehmen, Migrationshintergründe und Schulabbrüche zeigen, dass Bedarf vorhanden ist. Es muss für alle Kinder und Jugendliche eine Chancengleichheit und eine individuelle Förderung geben. Erste Schritte waren die Abschaffung der Studiengebühren und der Grundschulempfehlung, Förderung der Kleinkindbetreuung, der Schulsozialarbeit und der Sprachförderung, sowie die Einführung der Gemeinschaftsschule. Besondere Bedeutung misst die Abgeordnete dem Elementarbereich zu. Der Ausbau der Kleinkindbetreuung und ausreichend Kita-Plätze stehen ganz oben in der Priorität des Landes. Die Grün-Rote Landesregierung hat bereits in ihrem ersten Haushalt den Zuschuss an Kommunen für die Kleinkindbetreuung um 152 Millionen Euro auf insgesamt 472 Millionen Euro erhöht.
Für gerechtere Bildungschancen wurde die Gemeinschaftsschule eingeführt. Diese Schulart sieht die SPD als das System der Zukunft, zumal es diese nur als Ganztagesschule und inklusive Schule gibt. Andere Bundesländer und Nachbarländer haben durchweg gute Erfahrungen mit ähnlichen Modellen gemacht. Wichtig ist Wölfle, dass Eltern und Kommune diesen Schultyp wollen und auch mittragen.
Weiter wurde über die Werkrealschule, die berufliche Bildung und auf den regionalen Schulentwicklungsplan hingewiesen. Weiterbildung von Lehrern und Erzieher sowie die Aufstockung an Lehrkräften im Krankheitsfall. Viele Baustellen die es gilt abzuarbeiten wie ein Zuhörer anmerkte! Es gibt den Bedarf und mit dem Engagement vor Ort und der Hilfe des Kultusministeriums können wir diese Aufgaben meistern, so die Meinung vieler Gäste.
Bei der anschließenden Diskussion wurde auch über die Auswirkungen auf den ländlichen Raum gesprochen. Eine Ganztagsschule bringt nicht nur Vorteile für die Kinder, auch berufstätige Eltern profitieren davon. Auch die Wichtigkeit für regionale Zusammenarbeit der Schulen sei wichtig. Denn kleinere Kommunen müssten für junge Familien attraktiv bleiben. Der sichere Schulweg,auch für Behinderte wurde von einem Schüler angesprochen. Die Busse und Bahnen seien zum Teil extrem überfüllt! Für Reisebusse gilt eine Anschnallpflicht und in einem Schulbus sei die Sicherheit vernachlässigt. Diesen Hinweis wird Sabine Wölfle mit nach Stuttgart nehmen.
Zum Abschluss bedankte sich der SPD Ortsverein bei Sabine Wölfle für ihr Kommen mit einem Präsent und der Bitte, sich jetzt, wo neue Voraussetzungen geschaffen sind, sich auch weiterhin für einen Kinderarzt in Gutach einzusetzen, dieser Bitte schloss sich vor allem auch der Bürgermeister an.